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Tops und Flops der NAIAS Detroit 2014

Tops und Flops der NAIAS Detroit 2014

In Detroit gibt es zur NAIAS 2014 zahlreiche Neuheiten sehen, die in diesem Jahr die Fahrzeugenthusiasten begeistern sollen. Motoren & Mehr zeigt einige der Top-Wagen und die, die weniger überzeugen.

Auf der NAIAS stellen die Fahrzeughersteller die neuen Modelle der Saison 2014 vor. Aber auch Konzepte und das, was wohl erst 2015 auf den Straßen rollt, gibt es zu sehen. Die Redaktion von Motoren & Mehr hat sich ein paar Modelle herausgesucht, die das Zeug zum Top-Seller haben, aber auch einige Fahrzeuge, die polarisieren.

Videoblog zur NAIAS 2014

Die Top 3 in Detroit

Zu den Tops gehört nach Meinung der Redaktion unbedingt der Porsche Targa. Dieser bringt in zwei Modellen eindrucksvoll sportliches Design und dynamische Motorentechnik vereint. Mit einem 3,4- bzw 3,8-Liter-Motor ausgestattet bringt der Targa 350 oder 400 PS mit und kommt auf Spitzengeschwindigkeiten von 282 km/h bzw. 296 km/h. Das lästige manuelle Abbauen der Dachkonstruktion entfällt nun auch: per Knopfdruck lässt sich dieses hinter den Fond versenken. Das Ganze hat seinen Preis. Rund 110.000 und für die S-Version 124.000 Euro kostet der Fahrspaß alá Porsche.

Daumen hoch gibt es auch für die neue C-Klasse für Mercedes. Beim Design haben sich die Entwickler stark an dem Luxusmodell der S-Klasse orientiert, was dem Wagen wirklich gut steht. Zu Markteinführung stehen drei Motorvarianten zur Verfügung, zwei weitere sollen In Kürze folgen, darunter der C300 Hybrid. Zu den technischen Neuheiten gehören zudem eine Luftfederung sowie eine elektromechanische Direktlenkung. Preislich startet die C-Klasse bei etwas unter 34.000 Euro.

Drittes Topmodell sieht Motoren und Mehr in der neuen Vette: der Corvette Z06 von Chevrolet. Besonders fällt das brachiale Design auf, das unter anderem vom Carbon-Splitter und -Seitenschwellern bestimmt wird. Unter der Haube röhrt ein 6,2 Liter großer LT4-V8-Motor, der 629 PS und 861 Nm auf die Straße bringt. Wer den Sportboliden nicht mit der manuellen Siebengang-Schaltung beherrschen möchte, kann optional eine Achtstufen-Automatik haben. Preise sind leider noch nicht bekannt.

Polarisierende Modelle

Zu den Modellen, die uns die Augenbrauen hochziehen lassen, gehört der VW Beetle Dune. Der 3 cm höher gelegte und mit Plastikunterfahrschutz ausgestattete »Offroad«-Käfer soll die jüngere Klientel bei Laune halten. Das Design würde sicher gut in den Film Dune- der Wüstenplanet gepasst haben, wir sind nicht sicher, ob es eingefleischte Beetle-Fans wirklich überzeugt.

Auch der Allroad Shooting Brake von Audi will uns nicht wirklich begeistern. Vom Design bewegt sich der Wagen zwischen Sportwagen und SUV. Das Auto kombiniert Quattro-Technik mit einem Elektroantrieb Insgesamt kommt der Wagen so auf gut 400 PS. Sportsitze, viel Leder und eine moderne Instrumententafel sollen das sportlich-geländetaugliche Bild im Interieur abrunden. Trotz aller modernen Neuheiten, für uns reicht er an die Coolness seiner Quatro-Vorgänger nicht heran.

Ebenso schwer polarisierend ist der Subaru WRX im STI-Design. Dieser orientiert sich eindeutig am Rallye-Sport und wirkt mit seiner großen Lufthutze und dem enormen Heckspoiler ein wenig wie aus dem Film Manta Manta entsprungen. Der 2,5-Liter-Boxer-Turbomotor leistet 305 PS und 393 Nm. Zum sportlichen Erscheinungsbild gehören zudem das Sechsgang-Schaltgetriebe, eine direktere Lenkung und ein härteres Fahrwerk. Karbonverkleidungen in den Türen, Metallelemente an den Armaturen, ein D-förmiges Lenkrad und Sportsitze mit roten Ziernähten prägen den überwiegend in schwarz gehaltenen Innenraum. Preise gibt es derzeit nur für Großbritannien. Hier geht es bei Preisen von 28.995 Pfund (34.922 Euro) los. In Deutschland könnte das Modell teurer werden.

Interessante Konzepte

Auch einige der in Detroit vorgestellten Studie gehören für Motoren & Mehr zu den absoluten Hinguckern. Dazu zählt der Toyota FT-1, der an das legendäre Sport-Modell 2000 GT von 1967 angelegt ist. Das Design ist aggressiv, pfeilförmig und sehr futuristisch und erzeugt einfach Herzklopfen. Leider wird es den Supersportler wahrscheinlich nie auf unseren Straßen zu sehen geben. Wer ihn trotzdem fahren will, der kann das zumindest im Computerspiel »Gran Turismo 6« tun.

Eine weitere Sportstudie, die unser Gefallen findet, ist der Kia GT4 Stinger. Hier durften sich die Ingenieure im Design austoben und zeigen etwas, was sich mit nichts aus dem Hause Kia vergleichen lässt. Lange Haube, geduckte Silhouette, breiter Grill, flankierende LED-Scheinwerfer, gestreckter Grill sowie Carbon-Elemente und Heckglasklappe erinnern eher an einen temperamentvollen Italiener als an einen Sportkoreaner. Zum gelungenen Design kommt ein dynamischer Motor. Der nur 1.400 Kilo schwere 2+2-Sitzer wird von einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbo angetrieben, der ihm 315 PS gibt. In Detroit ist dieser Kia nicht nur wegen seiner schreiend gelben Farbe ein absolutes Topmodell.

Die neue Studie des S-Klasse Coupé von Mercedes zeigt hingegen eine gelungene Verbindung von schönem Design und moderner Technik. Das Design erinnert nicht nur durch die Front an das Sportmodell SL, wirkt aber elegant langgestreckt und edel. Imm Innern wurde S-Klasse-typisch viel auf Luxus und modernste Technik Wert gelegt. So gibt es zwei 12,3-Zoll-Displays sowie ein Touchdisplay mit vier Weltzeituhren. Kalbsleder und handgewobene Seide pimpen die S-Klasse noch mehr auf Edelmodell. Zwei Kameras erkennen nicht nur Gegenstände in drei D, sondern gleichen die Daten mit besonderen Radar- und Ultraschallsensoren ab. Dadurch werden Bodenwellen oder Unebenheiten erkannt und das Fahrwerk mittels Magic Body Control schon im Vorfeld darauf abgestimmt. Wer’s noch futuristischer will, der kann sich mittels Software MoodGrid, je nach voreingestellter Stimmungslage, vom Auto die Musik passend aussuchen lassen. Mercedes plant zudem auf der Basis des Coupé ein Cabrio. Wir meinen, diese Studie hat das Potenzial zu einem echten Klassiker zu werden.

Exoten für den deutschen Markt

Wie in den Jahren zuvor gibt es ein paar Exoten, die erneut versuchen den deutschen Markt zu erobern. Dazu zählen der Lexus RF C und der Hyundai Genesis.

Lexus wartet mit einem äußerst starken V-8-Motor auf, einem 5-Liter-Motor mit über 450 PS. Das Design ist dynamisch und bullig, die Fron wird dominiert vom typischen Lexus-Grill und einer wuchtigen Motorhaube mit Lufthutze sowie einem aktiven Heckspoiler und Carbon-Verbund-Bauteilen. Preise sind noch nicht bekannt, aber Lexus wird es sicher auch mit diesem – wenn auch schönen – Modell nicht so einfach haben, deutsche Käufer zu überzeugen.

Hyundai hingegen versucht, mit deiner zweiten Generation des Genesis, das obere Mittelklasse-Segment in Europa für sich zu erobern. Das Design wirkt eher bieder an und scheint eine Mischung aus BMW und Mercedes zu sein. Für die Motorisierung kann der interessierte Fahrer zwischen einem Fünfliter-V8 mit 420 PS und 519 Nm und einem 3,8-Liter-V6 mit 311 PS und 398 Nm wählen. Achtgangautomatik gehört hier dazu, ein Allradantrieb ist optional bestellbar. Im Innern gibt es ausreichend Platz, dank dem Radstand von über 3 Metern. In der Armaturentafel wurde ein Touchscreen integriert, darunter liegen alle weiteren Bedienelemente. Wie auch bei BMW und Mercedes gibt es einen Dreh-Drücksteller als zentrales Steuerelement. Für weiteren Innenluxus sollen Leder, Edelholz und Aluminium sorgen. Der Wagen soll in Deutschland erst 2015 an den Start gehen, bis dahin könnte allein das Design schon altbacken wirken. Die Redaktion von Motoren & Mehr sieht für Hyuandai das gleiche Problem, mit dem auch Acura und Infinity kämpfen: die Fahrzeuge sind durchaus hochwertig, gut verbaut und bringen das passende Preis-Leistungsverhältnis mit. Dennoch spielen sie in diesem Segment in einer Preisklasse mit, in der sich gerade deutsche Käufer eher von heimischen Marken angezogen fühlen und letztlich auch überzeugen lassen.

[ubr]

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