Kurzvorstellungen
Schreibe einen Kommentar

Happy Birthday: Special Edition zum 75. des Jeep

Special Edition-Jeep zum 75th Anniversary

Mit einer 75th Anniversary Special Edition feiert Fiat Chrysler den 75. Geburtstag des Jeep. Seine Wurzeln hat der Jeep als leichter und geländegängiger Transporter für die US-Army. Bis heute wurden mehr als 70 Millionen Ur-Vater aller SUVs produziert.

Als Tribut an das diamantene Jubiläum legt Jeep für jede Modellreihe eine 75th Anniversary Special Edition auf. Diese sind in einzigartigen Grüntönen lackiert, die ausschließlich für die Jubiläumsmodelle zu haben sind. Hinzukommen Räder in mattierter Bronzelackierung sowie Karosseriedetails in Bronze und Orange. Den Jubiläumsmodellen vorbehalten sind auch die Sitze mit geprägtem 75th Anniversary-Logo oder Bezügen aus dem Stoffgewebe Ombre Mesh und die 75th Anniversary-Plakette.

»Jeep-Fahrzeuge haben seit ihrem Produktionsbeginn im Jahr 1941 das authentische SUV definiert und die Messlatte für Geländefähigkeit gesetzt«, erklärt Stefan Moldaner, Brand Country Manager für die Marke Jeep bei FCA Germany. »Auch heute bieten die SUVs der Marke führende 4×4-Eigenschaften ebenso wie Kraftstoffeffizienz, ausgezeichnete Qualität und Straßen-Fahreigenschaften.«

Jeep Cherokee 75th Anniversary Edition

Die aktuelle Generation des Jeep Cherokee ist seit 2014 auf dem Markt. Er definiert das Mittelklasse Sport Utility Vehicle der Marke Jeep, in einer, laut Hersteller, frischen Interpretation des Jeep-typischen »Go anywhere, do anything« transportiert.

Mit der Einführung des Jeep Cherokee XJ im Jahr 1984, sieht sich Jeep Erfinder des Segment der Mittelklasse-SUVs. Ein wesentliches Merkmal des Jeep Cherokee von 1984 war seine neue, selbsttragende UniFrame-Karosserie, die dem Fahrzeug ein für Geländewagen besonders niedriges Gewicht und damit reduzierten Verbrauch ermöglichte – ohne Kompromisse in der Steifigkeit.

Die Preise beginnen bei 48.775 Euro (2.2 MultiJet II 200 PS (147 kW) Active Drive I). Wie der luxuriöse und größere Grand Cherokee gibt es den Jeep Cherokee 75th Anniversary Edition in der editionsexklusiven Lackfarbe Recon Green sowie alternativ in Brilliant Black oder Bright White. Auf Basis des Cherokee Limited umfasst die Ausstattung unter anderem:

  • Leichtmetallräder der Dimension 18 Zoll im Fünfspeichen-Design und in Mattglanz-Bronze
  • Karosserieakzente an Kühlergrill, Frontstoßfänger und Dachreling sowie Embleme in Mattglanz-Bronze
  •  Modellschriftzug mit orangefarbener Umrandung
  • 75th Anniversary-Emblem in Mattglanz-Bronze
  • Sitzbezüge in Nappal-Leder Morocco Black oder Nepal Beige mit Ziernähten in Tangerine oder Perlmutt, eingeprägtes Sondermodell-Logo
  • zweiteiliges Glas-Schiebedach CommandView
  • Radio mit 21 Zentimeter großem Touchscreen
  • Smartphone-Induktionsladeschale
  • beheizbares Lederlenkrad

Historie: 75 Jahre Jeep

Der Jeep entstand aus der Idee eines geländegängigen Leicht-Radfahrzeugs. Niemand dachte vor einem dreiviertel Jahrhundert, dass daraus der Vorreiter einer gesamten Fahrzeuggattung entstehen würde. Geschaffen wurde er vom Automobilkonstrukteur Karl Probst: Er lieferte innerhalb von nur fünf Tagen alle Zeichnungen und Pläne für den ersten Jeep-Vorläufer.

Die Vorgabe war 1937 ein »leichtes Fahrzeug als Waffen- und Munitionstransporter« als Ersatz für das damalige Armee-Motorrad und die modifizierten Ford Model-T-Fahrzeuge zu entwickeln. Es sollte klein und leicht genug sein, um von »vier Männern auf einen 1,5 Tonnen-Lastwagen oder über Hindernisse hinweg gehoben werden zu können«. Die Armee wollte eine niedrige Silhouette, die Geschwindigkeit wurde als zweitrangig betrachtet. Als dann aber der nahende Kriegseinstiegs der USA drohte, rückte die »cross-country«- Fähigkeit in den Fokus.

Als das Verteidigungsministerium sein Anforderungsprofil an den neuen Vierteltonner 4×4 endlich ausreichend definiert hatte und am 27. Juni 1940 die offizielle Ausschreibung für das »leichte Aufklärungsfahrzeug mit Vierradantrieb« herausgab, stellten sich lediglich zwei Hersteller der Herausforderung – und höchste Eile war mittlerweile geboten.

Einer der beiden Hersteller, die sich der Herausforderung stellten, war der kleine Fahrzeugbetrieb American Bantam Car Manufacturing Company. Der andere war Willys-Overland. Klein und flexibel, schaffte es lediglich American Bantam, innerhalb der gesetzten Frist von 49 Tagen die Konstruktionspläne und den ersten Prototypen sowie binnen weiterer 26 Tage 70 fertig gebaute Exemplare für die Erprobung vorzuweisen. Karl Probst, den American Bantam für dieses Projekt engagiert hatte, baute den Prototypen in tatsächlich nur 49 Tagen – und wurde mit dieser Meisterleistung, ohne es zu ahnen, der Urvater der populärsten Geländewagen der Welt. Noch heute erinnert ein Denkmal in Butler, Pennsylvania – dem Firmensitz von American Bantam – an die Geburt des Jeep.

Parallel überredete das U.S.-Quartermaster Corps streckte den Pionier der Massenfertigung – Ford –, in das Projekt einzusteigen. Eher unwillig beteiligte sich die Ford Motor Company, die seit dem Ende der Model T-Produktion nicht mehr an kleinen Fahrzeugen interessiert war. Erst die Aussicht auf die Bestellung von je 1.500 Exemplaren des 4×4-Vierteltonners bewegte Ford dazu, das Model GP (Government contract P), bekannt als der Pygmy (Pygmäe), zu entwickeln, das vom modifizierten Motor eines Ford/Ferguson-Traktors angetrieben wurde.

Der erste Auftritt des Prototypen BRC 40 am 11. September 1940 im Erprobungsgelände Camp Holabird, Maryland, war sehr überzeugend. Konkurrent Willys-Overland konnte allerdings eine Fristverlängerung auf 120 Tage erwirken und präsentierte 13. November 1940 den Willys Quad. Dieser sah dem BRC 40 verblüffend ähnlich. Zehn Tage später, am 23. November 1940, rollte dann auch der Ford Pygmy an.

Aus dem Willys Quad wurde der Jeep

Nach ausführlichen Tests, einer nachträglichen Anhebung der Leergewichtsbegrenzung auf 980 Kilogramm (keiner der Bewerber schaffte die ursprünglich verlangten 590 Kilogramm auch nur entfernt) sowie intensiven Diskussionen und bis heute nicht vollkommen nachvollziehbaren Interventionen stand der Sieger fest: Willys-Overland war mit seinem Willys Quad wegen des mit etwa 60 PS stärksten und zuverlässigeren Motors, der besten Steigfähigkeit, der höchsten Geschwindigkeit sowie des stabilsten Rahmens der Favorit. Seine Nachteile waren alle Eigenschaften, die zum Komfort des Fahrers hätten beitragen können. Der Willys Quad bescherte dem Fahrer die unbequemste Sitz- und Gaspedalposition – und jeder, der einen damaligen Jeep heute noch fährt, kann das schmerzhaft nachvollziehen. Da es aber um Funktion und nicht um wünsch-dir-was ging, war der Willys der Sieger – und zwar so überzeugend, dass ihm das Quartermaster Corps sogar sein Übergewicht von 120 Kilogramm nachsah. Nachdem noch mal abgespeckt und einige Verbesserungen aus den Konstruktionen von American Bantam und Ford übernommen wurden, erhielt Willys-Overland im Frühjahr 1941 den Zuschlag zum Bau des neuen Armeefahrzeugs. Am 05. Juni 1941 rollte der erste Willys MA aus dem Werk in Toledo, Ohio. Nach vielen noch eilig nachgereichten Verbesserungen unterzeichneten die Willys-Overland und das U.S.-Verteidigungsministerium am 31. Juli 1941 jenen mittlerweile geschichtsträchtigen Vertrag zur Produktion des Willys MB – so der offizielle Name des neu geborenen Vierteltonners 4×4.

Auch Ford ging nicht leer aus. Die enorme Produktionskapazität des Autoriesen sollte sicherstellen, dass innerhalb kürzester Zeit gewaltige Mengen des neuen Fahrzeugs gebaut werden konnten. Als Resultat teilten sich Willys-Overland und Ford den Staatsauftrag und bauten beide das identische Fahrzeug, das bei Willys-Overland Willys MB und bei der Ford Motor Company Ford GPW hieß. Die kurz vor dem Konkurs stehende American Bantam aber, die eine Legende zum Leben erweckt hatte, ohne es zu wissen, war aus dem Rennen. Denn niemand hielt die Firma für geeignet, zuverlässig in derart großen Mengen produzieren zu können. Immerhin durfte Bantam einen Anhänger produzieren, auf dem der Willys MB Ausrüstung aller Art transportieren konnte.

Jeep – ein Name und viele Antworten

Woher jedoch der Name Jeep stammt, wird noch immer heiß diskutiert und lässt sich vermutlich nie abschließend klären. Die Herkunft des Namens Jeep stützt sich im Wesentlichen auf zwei Säulen. Die eine Säule ist die Theorie, Jeep sei einfach die lässige Aussprache der Abkürzung »GP«, die aus der militärischen Bezeichnung General Purpose Vehicle (Universalfahrzeug) entstand. Als wahrscheinlichere Herkunft der Abkürzungstheorie gilt jedoch eher die Bezeichnung »Government contract P«, denn so hieß das Projekt offiziell, das ja ein Auftrag der Regierung war. P stand dabei für »80 inch wheelbase reconnaissance vehicle« (Aufklärungsfahrzeug mit einem Radstand von 80 inch). Wenn immer die Regierung eine Detailänderung vom Hersteller wollte, gab sie eine Government contract P order heraus, die fortlaufend nummeriert war. Diese Government contract P orders häuften sich derart, dass die Ingenieure sie kurzerhand nur noch GPs nannten.

Die zweite Säule ist eine seit 1936 in den USA populäre Comic-Figur. Eugene the Jeep war ein Fabelwesen, das zu den Hauptdarstellern der Comic-Serie Popeye zählte. Eugene the Jeep stammte aus einer anderen Dimension und lebte in Afrika, wo es sich von Orchideen ernährte. Seine besondere Fähigkeit war, dass es in jedem Teil der Welt urplötzlich auftauchen konnte. Das passte – schließlich konnte der vierrädrige Jeep ja auch fast alles.

Nach Ende des Krieges kehrten die GIs in die USA zurück. Sie hinterließen außer einem befreiten Europa und gebrochenen Fräuleinherzen eine gewaltige Menge Jeeps, deren Rücktransport sich finanziell nicht lohnte. Und so half der Jeep in den ersten Nachkriegsjahren entscheidend mit, zerbombte Städte und Höfe wieder aufzubauen, diente als Traktor auf den Äckern und als Räumgerät.

Zu Hause in den USA erkannte Willys-Overland die Popularität, die sich der Jeep als treuer und unentbehrlicher Truppenkamerad verdient hatte, und rüstete sich für die Friedenszeit. Bereits 1944 arbeitete der Hersteller am ersten zivilen Jeep, dem CJ-1A. CJ stand ,wenig überraschend, für Civilian Jeep. Das erste Serienmodell, der markante CJ-2A, war ein aufgewerteter Willys MB und kam 1945 zu einem Preis von 1.090 US-Dollar auf den Markt. Er hatte ein seitlich am Heck montiertes Ersatzrad, größere Scheinwerfer, eine Lenkradschaltung, einen außen liegenden Tankstutzen (beim MA/MB wurde der unter dem Fahrersitz montierte Tank noch direkt im Innenraum befüllt) und viele andere Details, die es bei seinem militärischen Vorgänger nicht gab. Einige Ausstattungen des CJ-2A – wie zum Beispiel der 2.196 Kubikzentimeter große Reihenvierzylindermotor, das T 90A Dreigang-Getriebe, das Spicer 18-Verteilergetriebe und die Steckachsen Dana 25 vorn und Dana 23-2 hinten ‒ waren auch in zahlreichen Jeep-Fahrzeugen der kommenden Jahre zu finden. Seine Luxusausstattung bot eine Heckklappe und eine höhere Frontscheibe mit elektrisch betriebenen Scheibenwischern. Der CJ-2A wurde vier Jahre lang gebaut.

Auf Basis des im Dienste der U.S.-Army erfolgreichen Modells M38A1 baute Willys Motors 1954 den Civilian Jeep CJ-5. Zum großen Teil identisch mit dem M38A1, war der CJ-5 entsprechend größer, rundlicher und gefälliger als die bisherigen Modelle der Universal-Baureihe – und trug statt der Aufschrift Willys an den Seiten der Motorhaube erstmals den Markenschriftzug Jeep vor dem Türausschnitt. Als besonderes Zugeständnis an die Komfortbedürfnisse der zivilen Kunden war der Fahrersitz des CJ-5 erstmals längs verstellbar; und zwar in immerhin drei Rasten.

Der CJ-5 war von Beginn an ein Verkaufsrenner und blieb derart erfolgreich, dass er bis 1983 festes Standbein der Marke Jeep war. Schon Ende der Fünfzigerjahre schafften sich nur noch ein Viertel der Käufer einen Jeep CJ-5 als Nutzfahrzeug an. Die Mehrzahl schätzte den Jeep als Freizeitauto. Der CJ-5 bekam schon bald eine um gut 500 Millimeter im Radstand verlängerte Version namens CJ-6, die aber in den U.S.A. nicht sonderlich beliebt war.

Seitdem wurden mehr als 15 Millionen Jeep-Fahrzeuge für Kunden in aller Welt produziert. Noch mehr Details finden sich auf der Webseite zum 75th Jeep-Anniversary.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.